Det jeht do ja nich – Sonntag gegen Union Berlin

Auch mit einer diesmal etwas weniger experimentellen Aufstellung kam der VfL in Aue nicht über ein 1:1 hinaus. Dabei musste er, wie kicker.de erkannte, schon im sechsten Pflichtspiel einen frühen Gegentreffer kassieren, darunter sogar viermal exakt in Minute 7. Das Gute ist: Der VfL hat nun seit vier Spielen nicht mehr verloren und in diesen Spielen nur zwei Tore kassiert. Das Schlechte ist: Hilft alles nix. Dennoch sind wir nur noch ein einziges Tor vom Relegationsplatz entfernt. In Richtung Dritte Liga wohlgemerkt.

Sonntag gegen den 1. FC Union Berlin

Unser Gegner am Sonntag ist auch nur ein Tor vom Relegationsplatz entfernt. Allerdings in die andere Richtung. Obwohl Union in den letzten beiden Spielen nicht gewinnen konnte und sieben Tore kassieren musste, scheinen deren Anhänger siegesgewiss zu sein. Diese Zeilen wurden heute geschrieben im Restaurant des ICE irgendwo zwischen Hannover und Berlin. Neben dem Autoren saßen Unionfans, die darüber prahlten, dass sie immer ein ausverkauftes Stadion hätten. Auf meinen Hinweis, dass die Punkte am Sonntag aber in Bochum blieben, kam die Reaktion: „Det jeht do ja nich“. In Ermangelung plausibler sportlicher Argumente blieb nur noch der verzweifelte Hinweis, dass etwas mehr Respekt angemessen sei. Wir wären schließlich immer noch auf Platz 13 der ewigen Bundesligatabelle. Die erneute Reaktion: Ungläubiges Staunen. So tief sind wa jesunken. Hoffen wir dennoch, dass, wenn in diesen dunklen Zeiten am ersten Advent in Bochum alle vier Masten leuchten, den Köpenickern ihr bevorstehendes Weihnachtssingen etwas vermiest wird.

 

 

Sonntag, 3.12.2017, 13:30, VfL Bochum – 1. FC Union Berlin, Junction Café