Archiv der Kategorie: Berichte

Bericht von der VfL-Mitgliederversammlung 2017 und Kommentar zur Lage*

Es gibt Tage und Ereignisse, deren Bedeutung man erst in der Zukunft wird bewerten können. Einer dieser Tage war für den VfL Bochum der 7. Oktober 2017. Der Tag, an dem die Mitgliederversammlung des Vereins eine Ausgliederung in eine Kapitalgesellschaft beschloss.

Die Diskussion über diese wohl historische Entscheidung wurde in den letzten Monaten intensiv geführt. Auf der Mitgliederversammlung 2016 verkündete die Vereinsführung ihre Absicht und warb in Informations- und Dialogveranstalten für ihr Anliegen. Die Details dieser Ausgliederung werden hier nicht referiert, die kann jeder auf der Webseite des VfL nachlesen. Doch die Art und Weise, wie die Vereinsführung eine offene und konstruktive Debatte über die Zukunft des VfL geführt hat, verdient Lob.

Bericht von der VfL-Mitgliederversammlung 2017 und Kommentar zur Lage* weiterlesen

Samstag Feiertag in Fürth?

Hatten die größten Optimisten nach den ersten 5 Saisonspielen noch damit geliebäugelt, ohne Niederlage in die Winterpause zu gehen, so wurden diese spätestens letzten Freitag eines Besseren belehrt. Das 1:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern war vor allem in den ersten 70 Minuten ein Rückfall in (längst vergessen geglaubte) alte Zeiten. Leider wurden in diesem Spiel 3 wichtige Punkte verschenkt. Und dass gegen einen verunsicherten und schlecht in die Partie gestarteten Gegner. Negativ aufgefallen ist vor allem, das Malcolm „Kalkutta“ (IV) und Giliano Wijnaldum (LV) die Stammspieler Bastians und Perthel nicht ansatzweise adäquat ersetzen können. Einziger Lichtblick auf Bochumer Seiten war Neuzugang Peniel Mlapa, der nach seiner Einwechslung frischen Wind ins VfL-Spiel brachte und fast noch den Doppelpack zum 2:2 erzielt hätte.

Samstag auswärts im Playmobil- / Trolli- / Stadion am Laubenweg

Die nächste Begegnung führt die Bochumer zum aktuellen Team der Stunde aus Fürth. Die Franken haben die letzten 4 Spiele in Folge gewonnen und sind dadurch in der Tabelle bis auf einen Punkt an den VfL herangerückt. Ob der 03. Oktober auch für VfL-Fans ein Feiertag wird, könnt ihr wie immer live und in Farbe im Junction Café verfolgen.

 

Greuther Fürth – VfL Bochum, Samstag, 04.10.2015, 13:00 Uhr, Junction Café

Norwegen, Atom und der VfL – Ein Gesprächsabend der Bochumer Botschaft Berlin mit Christoph Biermann und Frank Goosen

Was passiert an einem Abend mit Frank Goosen, Christoph Biermann und rund 30 Bochumer Botschaftern in Berlin? Klar, sie diskutieren über ihren VfL, aber auch über die Schönheit Norwegens, die Tiefgründe der Atompolitik, die Jugendarbeit beim SC Freiburg und das Scouting beim östlichen Reviernachbarn.

goosen_biermann_denkend

Wahrscheinlich hat es dabei der weite räumliche Abstand zum Ruhrstadion möglich gemacht, dass wir verhältnismäßig offen miteinander diskutieren konnten.

Beispielsweise über die letzte Saison, die jüngere Vergangenheit und auch die weiter zurückliegende Vergangenheit. Dabei haben natürlich die Trainerrochaden rund um die Herren Kuntz, Koller, Herrlich, Heinemann, Wosz, Funkel und Ernst eine maßgebliche Rolle gespielt. Es wurde aber auch noch weiter zurück geblickt auf den spielerischen Quantensprung am Beginn der Ära Toppmöller.

Es wurde aber auch das Verhältnis zwischen den Fans, der Profiabteilung und dem Verein thematisiert. Dies sogar durchaus „kontrovers“, Einerseits am Beispiel des Spiels gegen Mainz in der vergangenen Saison. Andererseits am Beispiel der Kinder- und Jugendarbeit des Vereins, wenn die Kinder mit zum Auswärtsspiel fahren und die Väter trotzdem einen Trinken können.

Der Rückblick auf den „gespielten Witz“ am Ende des Spiels gegen den FSV Frankfurt hat uns dann auch auf die aktuelle spielerische und taktische Situation des VfL gebracht. Wir spielen halt nicht schön, dafür aber erfolgreich. Und haben dabei sogar den einen oder anderen jungen Bochumer in die Mannschaft integriert. In einem längeren Ausflug in die Bochumer Vergangenheit durften dabei selbstverständlich nicht Namen wie Stickroth, Epalle und Misimovic fehlen.

Nach fast 100 Tagen „neuer VfL“ haben wir einen kurzen Einblick in die Arbeit des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung bekommen. Wie immer drückt das Geld. Zum Glück ist das aber lange nicht alles um sich beim VfL Bochum heimisch zu fühlen. In diesem Zusammenhang haben wir dann auch über die Neuaufstellung der Jugendarbeit im sportlichen Bereich gesprochen. Ein längst überfälliger Schritt, wenn man sich in der Liga umschaut.

Von der Jugendarbeit ging es dann in die Zukunft. Hier muss der VfL, genauso wie beispielsweise beim Scouting zunächst einmal einfach verlorenen Boden aufholen. Aber wird das die Grundlage für einen VfL Bochum sein, der ab und zu mal erfolgreich ist und zwischendurch auch mal Spaß macht? Gehören dazu nicht insbesondere Leidenschaft, Verbundenheit, Kompetenz und Offenheit?

Die Zukunft des VfL Bochum zu beschreiben und konkrete Wege dahin aufzumalen, war die schwerste Aufgabe des Abends. Nichts, was man an einem langen Abend abschließen kann. Deshalb freuen wir uns mit Frank und Christoph in dieser oder einer anderen Konstellation bald mal wieder diskutieren zu können.

Für den informativen und einfach schönen Abend am 5. April in der Jägerklause Berlin sagen wir einfach: „Ja, … Danke!“

Eine Bildergalerie findet ihr hier

Text: Lars Neumann

Botschaft übergibt Genesungswünsche an Matias Concha

Am vergangenen Mittwoch haben sich die beiden „Botschafter“ Sven und Sascha auf den weiten Weg ins Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn gemacht, um Matias Concha einen Besuch abzustatten. Concha wurde am Montag zuvor beim Spiel des VfL bei Union Berlin brutal gefoult und erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch. Mit im Gepäck hatten die beiden rund 50 ausgedruckte Botschaften von VfL-Fans und -Fanclubs, die einem Aufruft gefolgt sind, Concha Genesungsgrüße zukommen zu lassen. Dank an alle, die sich beteiligt haben!

Leider durften die beiden nicht in sein Zimmer, haben die Botschaften aber über eine Stationsschwester übergeben lassen.

Ein Beleg dafür, dass die VfL-Fans keineswegs nur Nörgler mit überzogenen Ansprüchen sind, wie manche in der Vereinsführung behaupten.

Mehr dazu auch in diesem Artikel aus den Ruhr-Nachrichten vom 9. Dezember

rettungsstelle

Mitgliederversammlung 2010: Kontinuität in der Spitze.

Unser Fanclub hat am 24. Oktober trotz des vorhergehenden mauen Unentschiedens des VfL gegen Aachen in heiterer Stimmung seine Mitgliederversammlung durchgeführt. Da die Bochumer Botschaft naturgemäß von einer gewissen Fluktation (berufsbedingte Transfers nach / weg von Berlin) geprägt ist, gab es die Überlegung, die bislang „lockeren“ Spielregeln des Fanclubs auf eine für alle transparente und nachvollziehbare Grundlage zu stellen. Wir haben also nun endlich eine Satzung. Hurra!

botschafts_mv

Im Gegensatz zur Fußballabteilung des VfL Bochum herrscht bei der Bochumer Botschaft Kontinuität in der Führung. Lars Neumann (bislang Vorsitzender) und Sven Jansen (bislang Schatzmeister) bilden nun das – laut Satzung – neue gemeinsame Sprecherduo der Bochumer Botschaft. Beide freuen sich tierisch auf ein weiteres Jahr. Rasieren werden sie sich im Übrigen erst wieder, wenn der VfL in der ersten Liga spielt.

grosse_vorsitzende

SOS Bodega ***** (subjektiv)

Mitten im Herzen des öden Schwabenlandes, gleich neben der Immanuelkirche, in der schon musikalische Schwergewichte wie die Kelly Family auftraten, mithin in einer Oase der Kultur in dieser ansonsten so tristen Stadt,  findet sich ein Ort, der zum diskursiven Verweil lädt

Hier trifft der geneigte Besucher keine ‚Schweini‘ kreischenden Irgendwas-mit-Medien Macherinnen, hier, und nur hier findet man noch den unaufgeregten, der Taktik des Fußballsports zugewandten Fußballfreund, der unqualifizierte Äußerungen von SKY- wie ZDF-Reportern (Leerstellen in der Klammer sind hier mit persönlichen Erfahrungen auszufüllen) gleichsam derridaesk zu dekonstruieren weiß.

So besucht sie denn, die SOS Bodega in der Prenzlauer Allee 27, und erfreut euch an einem gestochen scharfen Bild auf einem neuen Fernseher über der Theke und auf einer im Nachmittags- und Abendbereich ebenfalls überaus begehbaren Leinwand. Zudem lädt ein wohlbeladener Grill den aufgeschlossenen Besucher zum Verzehr von allerlei Leckereien aus der gehobenen Boeuf et Porc-Cuisine.

Und für diejenigen von euch, die sich, von der Mühe des täglichen Broterwerbs zurückkehrend, erst kurz nach dem Anpfiff einfinden können, bietet dieses Eiland der menschlichen Begegnung auch noch einen wohltemperierten Keller, in dem zwar nicht die Kelly Family, aber dafür die Fans der schönsten, obgleich zur Zeit etwas mit sich selbst und ihren Möglichkeiten hadernden  Großfamile Berlins (www.bochumer-botschaft.com) schon so manches Liedlein sungen.

5 Sterne

Autor: DP

11-Freunde-WM-Quartier **** (+)

Ort: 11-Freunde WM-Quartier, http://www.11freunde.de/wm-quartiere, Revaler Str., Berlin-Friedrichshain

Spiel: Südafrika-Uruguay, 16. Juni, 20.30 Uhr

Lage: Das WM-Quartier von 11 Freunde liegt absolut berlinkultig im Innenhof der Ruine des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes am S-Bahnhof Warschauer Straße. Dort wurden vor der großen hellen LCD-Leinwand, die auch bei starkem Sonnenlicht ein einwandfreies Bild bietet, zwei große Stahltribünen für jeweils etwa 400 Leute aufgestellt, von denen aus man eine ausgezeichnete Sicht auf das Geschehen hat. Weitere Sehmöglichkeiten im Sitzen, Stehen oder Liegen bieten sich auf diversen Bierbänken sowie im Innenraum auf dem ausgelegten Kunstrasen. Für die Pausen stehen kostenlos zwei allerdings hoch frequentierte Kickertische zur Verfügung. Der Eintritt ist kostenlos und gleichfalls umsonst ist die erlebte Stadionatmosphäre beim Abtasten durch den Securitydienst am Einlass. Zwischen den Spielen sorgen die 11 Freunde auch für Programm (Diskussionen, Vorführungen).

Publikum: Angenehm unaufgeregte Zeitgenossen, die sich hauptsächlich für das Fußballspiel interessieren. Der schwarz-rot-goldene Feierirokese fehlt ebenso wie der bierselig gröhlende Proll oder 14-jährige Kreisch-Teenies. Bereits das Spiel Südafrika gegen Uruguay war insbesondere auf den Tribünen sehr gut besucht, bei noch interessanteren Spielen dürfte es rappelvoll zwischen den einstürzenden Altbauten werden. Frühzeitiges Erscheinen ist dann sicherlich ratsam.

Speisen und Getränke: U.a. Bratwurst (2,50), Chili (3,00) und Rindernackensteak (7,00). Als Bier wird Astra und Carlsberg (3,00) ausgeschenkt.

Fazit: Mit seinem morbiden Charme und der angenehmen relaxten Atmosphäre liegt das 11-Freunde-Quartier weit vorne im Botschaftsranking. Dass es für die volle Punktzahl nicht reichte, liegt an Abzügen für die angebotenen Biersorten (da hat man sich so ziemlich das Schlechteste auf dem Markt ausgesucht) und dem mit 3 Euro für 0,4 Liter. 50 Cent weniger oder 0,1 Liter mehr hätten es auch getan. Bei den aufgestellten Toilettenwagen könnte es bei rappelvoller Bude auch eng werden. Daher: **** (+)

Autor: AH, Mitarbeit: FF

FIFA-Fan-Fest Olympiastadion (ohne Wertung)

Ort: http://www.berlinfifafanfest.com/

Wenn man nachmittags sowieso am Olympiastadion vorbeikommt, kann man sich natürlich auch mal auf die Schnell das bis Freitag noch auf dem Olympischen Platz angesiedelte offizielle Internationale Fifa-Fan-Fest (IFFF)  anschauen. Nur war das Problem vielleicht, dies beim Spiel Honduras gegen Chile zu tun. Denn was man da erleben konnte, war, nun ja, ein „weites Feld“. Nach Angaben der Ordner fasst der Bereich bis zu 60.000 Zuschauer. Anwesend waren ca. 60, das „Fest“ hatte also eine Auslastung von 0,1 Prozent. Leinwände und Akustik waren jedoch in Ordnung. Es gibt zahlreiche Fußball-Schnickschnack- und Fressbuden. Wer´s  braucht… Allerdings wird fieses Hasseröder ausgeschenkt. Den Preis weiß ich leider nicht, ich glaube irgendwas in Richtung 3,50 pro 0,4l Becher. 

Das Ding zu bewerten macht keinen Sinn, da es sich ja unter härteren Bedingungen bewähren muss. Außerdem zieht das Fest am Wochenende sowieso um und startet am 23. Juni neu in der Straße des 17. Juni.

Huxley´s ***

Ort: Hasenheide 107, Berlin-Neukölln.

http://www.trinityconcerts.de/huxleys/rocknball.html

 

die wahrscheinlich größte und beste leinwand und die beste soundanlage aller public viewings. nur sensationell zu nennen.

eintritt frei. bier 2 euro. hamburger und pommes. großer kickerraum (for free). tippspiel mit gewinne. terasse für raucher mit eigenem fernseher. nette bedienung.

allerdings hat sich das wohl noch nicht rumgesprochen. es war nicht gut besucht. und dann kommt in einer so großen halle keine stimmung auf. falls sich das jedoch ändern sollte, oder euch das nix ausmacht, unbedingt ausprobieren.
nochmal: eine riesige leinwand mit gestochen scharfem bild, eine soundanlage, dass du die uwe seelers neben dir hast.

negativ (für einige vielleicht auch nicht): einlass ist erst ab 18 jahre. nix kids.
sterne? ich sag mal nur drei. weil momentan noch keine stimmung und keine kids erlaubt. aber die anlage … wow!

Autor: sdjv